
E-Gitarren verfügen in der Regel über einen massiven Korpus (Solidbody), der die Grundlage für einen direkten und durchsetzungsstarken Klang bildet. Ein wesentliches Konstruktionsmerkmal ist die Hals-Korpusverbindung (Neck Joint), die sich in geschraubte Hälse (Bolt-on) und verleimte Hälse (Set-Neck) unterteilen lässt. Diese Bauweisen haben spürbare klangliche Auswirkungen: Bolt-on-Konstruktionen liefern häufig einen ausgeprägteren „Twang“ mit prägnanter Ansprache und einem eher drahtigen, spanky Klangbild, während Set-Neck-Gitarren in der Regel mehr Sustain bieten und sich besonders für lange, singende und verzerrte Sounds eignen. Für Musiker mit Schwerpunkt Jazz oder Fusion kommen häufig Thinline- oder Jazzgitarren zum Einsatz, die je nach Bauweise als Semi-Hollow- oder Hollowbody-Instrumente ausgeführt sind. Semi-Hollow-Modelle verfügen meist über einen Sustainblock im Korpuszentrum, der das Sustain verlängert und insbesondere bei Bendings sowie im klassischen Rocksound von Vorteil ist. Hollowbody-Gitarren hingegen bieten einen höheren akustischen Anteil im Klangbild, jedoch weniger Sustain, und eignen sich besonders gut für rhythmusorientiertes Spiel. Instrumente mit größerer Korpustiefe werden häufig bevorzugt, wenn ein besonders warmer, singender Single-Note-Sound im Jazzbereich gefragt ist.